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Interessengruppe Wissenschaftliche Bibliothekar:innen Schweiz

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Claudia Lienhard

13. Dezember 2015 ·

Info WBS 5, Dezember 2015
Einrichtung: ETH-Bibliothek
Funktion: Innovation und Entwicklung
Bibliothekarische Ausbildung: Bibliotheks- und Informationswissenschaft, M.A.

Claudia Lienhard
Claudia Lienhard
Wie kamst Du ins Bibliothekswesen?
Bibliotheken als Orte des Wissens übten bereits in meiner Kindheit und Jugend eine starke Anziehungskraft auf mich aus. Deshalb fasste ich schon verhältnismässig früh den Entschluss, einmal in einer Bibliothek arbeiten zu wollen.
Nach dem Abschluss meines Studiums „Information und Dokumentation“ an der HTW Chur im Jahr 2007 erfolgte dann auch direkt mein beruflicher Einstieg ins Bibliothekswesen.
Seit 2008 arbeite ich an der ETH-Bibliothek. 2012 verlegte ich meinen Wohnsitz für zwei Jahre nach Berlin, um dort den konsekutiven Masterstudiengang „Bibliotheks- und Informationswissenschaft“ an der Humboldt-Universität zu absolvieren. Für die ETH-Bibliothek war ich in dieser Zeit remote von Berlin aus tätig.
Dem Bibliothekswesen möchte ich auch in Zukunft treu bleiben. Denn im digitalen Zeitalter unterliegen Bibliotheken einem ständigen Wandel, was sie für mich umso mehr zu spannenden Arbeitsorten macht. Wer weiss, was die Zukunft noch alles mit sich bringt. Auf jeden Fall bin ich bei dieser Entwicklung gerne mit dabei!

Was sind Deine heutigen Aufgaben?
Ich bin im Bereich „Innovation und Entwicklung“ der ETH-Bibliothek tätig. Der Bereich wurde im Mai 2014 u.a. mit dem Ziel gegründet, die Entwicklung innovativer Angebote an der ETH-Bibliothek zu initiieren und mitzugestalten. Dabei kommt dem Bereich eine Schnittstellenfunktion zu, d.h. Projekte werden in enger Zusammenarbeit mit den anderen Abteilungen der ETH-Bibliothek und in Abhängigkeit vom Projekt auch zusammen mit Stellen der ETH Zürich oder anderen Bibliothek bearbeitet.
Dementsprechend breit ist das Aufgabenprofil meiner Stelle. Schwerpunkte meiner derzeitigen Tätigkeit bilden die Integration digitaler Bibliotheksangebote in den physischen Raum, die Entwicklung innovativer Lernumgebungen sowie die Weiterentwicklung der Plattform e-rara.ch. Des Weiteren bin ich in die Aktivitäten der ETH-Bibliothek auf dem Gebiet Open Data involviert.

Was ist Dir bei der Arbeit besonders wichtig?
Mir ist es ein Anliegen, bei der Arbeit gefordert zu werden. Ausserdem ziehe ich Teamarbeit dem „stillen Kämmerlein“ vor. So bereitet es mir grosse Freude, Dienstleistungen und Anwendungen zusammen mit Arbeitskolleginnen und -kollegen zu entwickeln. Auch der Einbezug von Bibliothekskundinnen und Bibliothekskunden ist mir sehr wichtig. Denn Angebote müssen auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden abgestimmt sein, um schlussendlich auch wirklich genutzt zu werden.

Was ist das Einzigartige an Deiner derzeitigen Arbeitsstelle?
Durch die thematisch sehr offene Ausrichtung des Bereichs „Innovation und Entwicklung“ bekomme ich die Möglichkeit, beständig neue Dinge zu lernen und mich so gewissermassen während der Arbeit weiterzubilden.
Ausserdem habe ich immer wieder die Gelegenheit, bei der Arbeit aus der „Bibliotheks-Bubble“ auszubrechen und relevante Entwicklungen ausserhalb der Bibliothekslandschaft in die Entwicklung von Konzepten sowie die Durchführung von Projekten miteinzubeziehen.
Diese beiden zentralen Charakteristiken meiner derzeitigen Stelle schätze ich sehr.

Was darf an Deinem Arbeitsplatz nie fehlen?
Als leidenschaftliche Teetrinkerin habe ich insbesondere an kälteren Tagen Teebeutel und Wasserkochers stets in Griffnähe.
Ausserdem teile ich meinen Arbeitsplatz derzeit mit einer Orchidee. Da ich meine Zeit privat gerne im Grünen verbringe, ist es mir wichtig, die Natur auch in meinem Arbeitsalltag zu integrieren.

Was war der beste berufliche Ratschlag, den Du je bekommen hast?
Einer meiner ehemaligen Professoren an der HTW Chur meinte am Ende unseres Studiums zu uns Studierenden, dass wir nun mit einem prallen Rucksack an Wissen in die Welt hinausgehen würden. Gleichzeitig machte er uns aber deutlich, dass berufliche Tätigkeit allein nicht ausreichen würde, um diesen Rucksack gefüllt zu halten. Nur durch kontinuierliche Weiterbildung, nur durch lebenslanges Lernen könnten wir unseren beruflichen Alltag auch weiterhin mit vollem Rucksack meistern.
Dieses Bild des Rucksacks hat sich bei mir sehr stark eingeprägt und mich zusätzlich für die Wichtigkeit von Weiterbildung sensibilisiert.

Was sind Deine bevorzugten Informationsquellen, um auf dem Laufenden zu bleiben?
Neben den gängigen Zeitschriften wie Bibliotheksdienst, arbido, B.I.T online, Information – Wissenschaft & Praxis etc. nutzte ich sehr gerne Soziale Medien wie Blogs, Facebook und Twitter, um auf dem Laufenden zu bleiben. Insbesondere das Blog sowie die dazugehörige Facebook-Seite „ZBW MediaTalk“ haben es mir angetan. Beinahe täglich wird dort über Publikationen, Anwendungen und Veranstaltungen mit Relevanz für Informationseinrichtungen berichtet.

Gibt es ein Buch, einen Artikel, einen Blogbeitrag, den Du den Mitgliedern der IG WBS empfehlen möchtest?
Mitte November 2015 wurde in der Zeitschrift „Spektrum der Wissenschaft“ ein sogenanntes „Digital Manifest“ publiziert. Der u.a. von Forschenden der ETH Zürich verfasste Artikel thematisiert unter dem Titel „Digitale Demokratie statt Datendiktatur“ die Risiken, welche „intelligente“ Algorithmen, Big Data und personalisierte Informationssysteme für die Gesellschaft mit sich bringen. Ausserdem werden Handlungsempfehlungen formuliert, um diesen Gefahren entgegenzuwirken.
Diesen Artikel sowie die begleitenden Beiträge fand ich persönlich sehr lesenswert. Ich bin zwar der Überzeugung, dass es heutzutage ohne Such- und Rankingalgorithmen, wie sie insbesondere Google entwickelt hat, nicht möglich wäre, innert nützlicher Frist relevante Informationen im World Wide Web zu finden. Auch die Vorstellung, in einem „Smart Home“ zu wohnen, gefällt mir gut.
Trotzdem finde ich es wichtig, die Gefahren dieser Entwicklung offen zu thematisieren. Denn die Errungenschaften des digitalen Zeitalters sollten nicht gegen, sondern zum Wohle von Mensch und Gesellschaft eingesetzt werden.

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